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Brände bei Elektroautos löschen

Brennendes Elektroauto - so löscht man esImmer wieder hört man in den Nachrichten von brennenden Elektroautos, insbesondere die Modelle eines bekannten amerikanischen Herstellers haben schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Auch der brennende Autofrachter "Fremantle Highway" Mitte 2023 in der Nordsee vor den niederländischen Inseln hat ein weiteres Mal gezeigt, wie gefährlich ein Brand in einem Elektroauto sein kann. Das liegt aber weniger an der Häufigkeit von brennenden Elektroautos (zahlreiche Studien zeigen, dass E-Autos nicht häufiger brennen als PKW mit Verbrennermotor), sondern an den ganz besonderen Hausforderungen, die ein brennendes Elektroauto, vielmehr der darin verbaute Lithium-Ionen-Akku, an die Feuerwehr und andere Ersthelfer stellt und sich das Löschen oftmals als extrem herausfordernd darstellt.

Löschen von Elektroautos – die wichtigsten Informationen in Kürze

Die Akkus in modernen Elektroautos können enorme Energiemengen speichern und die dort entstehenden Brände müssen anders bekämpft werden, als die klassischer Verbrenner. Besondere Löschmaßnahmen sind erforderlich, aktuell werden häufig große Wassermengen eingesetzt, effizienter und weniger aufwendig ist bspw. die Nutzung von Löschdecken für Elektroautos. Löschdecken können ebenso dort eingesetzt werden, wo keine großen Wassermengen zur Verfügung stehen oder zu Schäden an der Umgebung führen würden (wie Tiefgaragen, Parkhäuser). Spezielle Vorsicht ist bei der anschließenden Entsorgung der Elektro-PKW geboten. Ein ähnliches Problem - wenn auch wegen der wesentlich kleineren Akkus – betrifft Plug-in-Hybride und Wasserstoff-PKW, die ebenfalls mit Li-Ionen-Akkus ausgestattet sind.

Hier kommen Sie direkt zu den wichtigsten Löschmitteln für Elektroautos:

=> Zu den Löschdecken / Brandbegrenzungdecken für Elektroautos

Detaillierte Informationen zum Thema Löschen von Elektroautos finden Sie in den nachstehenden Abschnitten.

Akkus in E-Autos sind größte Brandgefahr

Im Unterschied zum klassischen Benziner haben reine Elektroautos keinen Treibstoff in Form von Benzin oder Diesel an Bord (Plug-In-Hybride / PHEV im Unterschied dazu schon), sodass bspw. bei einem Unfall sich beim Elektroauto der Treibstoff nicht entzünden kann. Die Gefahr geht beim Elektroauto vom verbauten Hochleistungs-Akku aus, der gerade bei neueren Modellen zunehmend große Energiemengen speichern kann, um die von den Kunden gewünschte Reichweite zu ermöglichen.

Vorweg: Elektroautos sind nicht gefährlicher als klassische Verbrenner

An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass nicht der Eindruck vermittelt werden sollt, dass Elektroautos gefährlicher sind als die klassischen Verbrenner. Mit der zunehmenden Verbreitung alternativer Antriebe ändern sich einfach nur die Anforderungen an ein effizientes Löschmanagement, speziell für Feuerwehren. Mit der notwendigen Vorbereitung und der Berücksichtigung der neuen Rahmenbedingungen beim Löschen von Elektroautos ist die Feuerwehr und auch der Privatmann ebenso gut für diese neue Situation präpariert, wie bei möglichen Bränden von klassischen PKW und LKW. 

Li-Ionen-Akkus sind prinzipiell gut geschützt

Die in den Elektroautos verwendeten Li-Ionen-Akkus sind von den Herstellern in der Regel hervorragend in die Karosserie eingepasst und geschützt verbaut. Zudem sind die einzelnen verkapselt, sodass ein guter Basisschutz für die Akkus in den Autos gegeben ist. Dennoch kann es gerade bei Unfällen zu so starken Krafteinwirkungen kommen, dass einzelne Zellen oder der gesamte Akku-Bereich Schaden nehmen können, die unterschiedliche Konsequenzen, bis zum Brand des Elektroautos, zur Folge haben.

Wie erkennt man einen möglichen Brand im Elektroauto?

Elektroauto-Brand - das sind erste AnzeichenAnders als beim klassischem PKW-Brand zeichnet sich ein brennender Akku im Elektroauto in der Regel nicht direkt durch hochschlagende Flammen aus, sondern beginnt mit einer thermischen Reaktion in den Akku-Zellen. Die Temperatur innerhalb einzelner Zellen steigt, pflanzt sich auf weitere Zellen fort und so entwickeln sich sukzessiv steigende Temperaturen und der gefürchtete Thermal Runway setzt ein, bei dem viele (oder alle) Akku-Zellen unkontrolliert thermisch reagieren und in Brand geraten können. Erste Anzeichen für einen sich entwickelnden Brand beim Elektroauto sind:

  • Entweichende Gase aus dem Batterieblock, häufig in Verbindung mit einem Zischen, Pfeifen etc.
  • Rauchentwicklung im Bereich des Batterieblocks
  • Einzelne Stichflammen oder Funken, häufig in Kombination mit entsprechendem Geruch
  • Ansteigen der Temperatur über einen längeren Zeitraum nach dem Unfall

Schwierigkeit zeitliche Distanz zum Unfall

Eine Schwierigkeit beim Akkubrand in Elektroautos kann die zeitliche Distanz zum eigentlichen Unfall sein. Selbst wenn der erste Brand bspw. durch die Feuerwehr gelöscht wurde, geht von einem defekten Akku noch wesentlich länger eine Gefahr aus; zum Teil sogar über Tage hinweg.. In Einzelfällen müssen brennende Elektroautos sogar in wassergefüllten Containern versenkt werden, um die langandauernde thermische Reaktion der Li-Ionen-Akkus kontrollieren zu können.

Das Löschen von brennenden Elektroautos

Klassische Löschmittel oder der normale Auto-Feuerlöscher sind zum Löschen von Elektroautos nur wenig geeignet. Sollte es zum Brand von elektrische betriebenen PKW oder LKW kommen, ist ein Einsatz der Feuerwehr unvermeidbar, denn die elektrischen Systeme und die Akkus in den Fahrzeugen bergen signifikante Gefahren für Leib und Leben. 

Professionelle Brandbekämpfung unabdingbar

Löschdecke für ElektroautosSpezielle Akku-Feuerlöscher sind maximal als unterstützende Maßnahme anzusehen, deren Wirkung insbesondere bei E-Autos, Akku-Gabelstaplern etc. aber eher vernachlässigbar ist und daher der Einsatz eher nicht empfohlen wird - professionelle Hilfe ist hier, genau wie beim Löschen von PV-Speichern / Batteriespeichern, unablässig. Entsprechend fokussiert sich das Löschen von Elektroautos auf zwei Bereiche: Das Eindämmen der Brände bzw. den Schutz der Umgebung durch das Herunterkühlen des Akkus. Während für das Eindämmen der Brände spezielle Löschdecken für Elektroautos bei immer mehr Feuerwehren zum Einsatz kommen, stellt die effiziente und überwiegend langfristige Kühlung des Akkus von E-Autos oder Plug-in-Hybriden nach wie vor eine große Herausforderung dar. Schlussendlich müssen die defekten Akkus bzw. die kompletten E-Autos dann noch vom Ort des Brandes zur Entsorgung transportiert werden - eine weitere Schwierigkeit für viele professionelle Brandbekämpfer.

Echtes „Löschen“ von Elektroautos nicht möglich

Eine Besonderheit von Lithium-Ionen-Akkus und damit von Elektroautos ist, dass man den Brand gar nicht im eigentlichen Sinne löscht (wie bspw. bei einem normalen Feuer), sondern durch die Konstruktion der Akkus kann dieser Brand noch lange Zeit wieder aufflammen (daher werden Elektroautos zum Beispiel auch nach dem Löschen in Containern versenkt, wo der Akku dann über lange Zeit „abklingen“ kann). Entsprechend umfasst die Brandbekämpfung bei Elektroautos vorwiegend das Eindämmen der Flammen und entsprechend handelt es sich bei den Decken auch nicht um Löschdecken im engeren Sinne, sondern um Brandbegrenzungsdecken. Gleichwohl wird umgangssprachlich hier ebenfalls vom „Löschen“ gesprochen.

Maßnahmen zum Löschen von Elektroautos

In den folgenden Abschnitten wird erläutert, mit welchen Maßnahmen professionelle Brandbekämpfer Elektroautos löschen und welche nachgelagerten Maßnahmen notwendig sind:

Aktuell häufig von Feuerwehren zum Löschen von E-Autos genutzt: Viel Wasser

Aktuell greift die Feuerwehr beim Löschen von Elektroautos häufig zu einem altbekannten und bewährten Mittel: Wasser. Vor Ort wird dabei aber nicht nur der akute Brand gelöscht, sondern durch die ganz speziellen Brandeigenschaften eines Akkus muss mehr oder weniger konstant gelöscht / gekühlt werden, sodass nicht selten mehrere 10.000 Liter Wasser (!) für einen einzigen Elektro-PKW aufgewendet werden müssen.

Schwierigkeit: Begrenzte Wasservorräte Bord von Löschfahrzeugen der Feuerwehr

Hier ergibt sich dann schnell ein Problem: Da die Einsatzfahrzeuge nur begrenzte Wassermengen mitführen, ist eine Versorgung über einen Hydranten notwendig. Selbst große Einsatzfahrzeuge haben in der Regel nicht mehr als 1500 Liter Löschwasser oder ggf. Löschschaum mit an Bord. Ist dann ein Hydrant dieser nicht unmittelbar verfügbar, kann schon das Löschen eines einzelnen Elektro-KFZ zur Hausforderung werden. Entsprechend kann zum Beispiel das Löschen eines Elektroautos auf einer Autobahn, wo es oftmals keine oder nur sehr selten Hydranten gibt, zur logistischen Herausforderung werden. 

Spezielle Löschlanzen sollen das Löschen effizienter gestalten

Um das Löschen von Elektroautos noch effizienter zu gestalten, werden von verschiedenen Anbietern Systeme entwickelt, die die benötigte Wassermenge reduzieren sollen. Mit speziell für Akku-Brände entwickelten Löschlanzen bzw. kompletten Löschsystemen möchte man schnell und effiziente den Bränden zu Leibe rücken. Allerdings sind diese Löschsysteme häufig nicht nur kostenintensiv, sondern auch an eine spezielle Fahrzeugtechnik gebunden, die nicht bei jedem Einsatzfahrzeug verfügbar ist. 

„Abklingbecken“ für Elektroautos – wassergefüllte Container geben langfristige Sicherheit

Recover-E-Bag_Elektroauto_Container_AlternativeWas man bisher nur aus dem Kontext der Kernenergie kannte, das sogenannte Abklingbecken, in dem Brennstäbe über lange Zeit die enthaltene Restwärme abgeben können, ist so ebenfalls oftmals zum nachhaltigen Löschen von E-Autos im Einsatz. Speziell präparierte Container werden mit Wasser gefüllt und darin werden die PKW versenkt, um dem Akku alle Chancen zu nehmen, noch einmal einen Brand zu entwickeln. Als Alternative zu den Lösch-Containern für Elektroautos gibt es andere Systeme, wie zum Beispiel ein anpassbares Recover-E-Bag-Aufbewahrungssystem, welches wesentlich mobiler und einfacher nutzbar ist. 

Fazit: Konventionelle Maßnahmen für brennende Elektroautos nur eingeschränkt sinnvoll / verfügbar

Wie man an den vorhergehenden Ausführungen gut erkennen kann, kommen die klassischen Methoden der Brandbekämpfung bei Hochleistungsakkus schnell an ihre Grenzen, sodass zumindest für die Erstmaßnahmen Alternativen in Betracht gezogen werden sollten. Immer mehr Feuerwehren greifen daher zu speziellen Löschdecken für E-Autos, mit denen man sehr effizient Akku-Brände eindämmen kann, ohne Unmengen von Wasser zu benötigen und so die nötige Zeit gewinnt, weitere Maßnahmen einzuleiten und die akuten Gefahren für die Umwelt minimiert.

Brände von Elektroautos mit Löschdecken / Brandbegrenzungsdecken bekämpfen

Löschdecken für Elektroautos sind eine effektive Möglichkeit, brennende Lithium-Ionen-Akkus einzudämmen und so die Gefahren zu minimieren, die von einer in Brand geratenen Lithiumbatterie ausgehen. Die Funktionsweise der Löschdecken ist so einfach, wie genial: Indem die Decken über das brennende oder brandgefährdete Elektroauto ausgebreitet werden, verhindert das brandhemmende Material der Löschdecke eine Ausbreitung des Akkubrands auf die Umgebung. Entsprechend löscht die Löschdecke den Akkubrand auch nicht im eigentlichen Wortsinn, sondern verhindert primär das Übergreifen auf die Umgebung und sorgt dafür, dass das brennende Elektroauto größeren Schaden anrichtet. Hersteller wie JUTEC, VLITEX und BRIDGEHILL haben genau für diese Anwendungen eine Reihe von Löschdecken / Brandbegrenzungsdecken im Sortiment.

Aufflammen und Übergreifen auf Umgebung wird verhindert

Die Brandursache, häufig ein sogenannter Thermal Runway im defekten Li-Ionen-Akku des Elektroautos, kann damit zwar nicht gelöscht werden, aber der Einsatz einer Löschdecke unterbindet das offene Aufflammen und gleichzeitig werden so die Schäden an der Umgebung minimiert. Gleichzeitig wird dem Brand durch die Löschdecke der Sauerstoff entzogen, was zusätzlich einen brandbekämpfenden Effekt hat.

Löschdecken schaffen Zeit für weitere Gegenmaßnahmen

Im Prinzip bietet die Löschdecke eine „sichere“ Umgebung, in der der Akkubrand keinen weiteren Schaden an der Umwelt anrichten kann und man so ausreichend Zeit hat, weitere Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bei Elektroautos kann das auch bedeuten, dass diese in sogenannten Löschcontainern verwahrt werden, bis die vom Li-Ionen-Akku ausgehende Gefahr vollständig gebannt ist.

Sicherung des Abtransports mit einer Löschdecke

Löschdecken kommen aber nicht nur der akuten Brandbekämpfung zum Einsatz, sondern stellen zusätzlich eine sinnvolle Sicherungsmaßnahme beim Abtransport eines verunfallten Elektroautos dar - selbst wenn noch gar kein Brand ausgebrochen ist. Besteht das Risiko, dass sich der Akku eines verunfallten Elektroautos entzündet, kann eine Löschdecke ebenso präventiv zum Einsatz kommen, indem diese beim Transport des verunfallten Elektroautos eingesetzt wird. 

Löschdecken als Quarantänemaßnahme von verunfallten Elektroautos

Nach dem Unfall eines Elektroautos werden diese in der Regel auf dem Havarieplatz eines Abschleppunternehmens oder einer Werkstatt gelagert, um das Risiko eines nachträglichen Akkubrandes zu minimieren. Auch hier können Löschdecken als Quarantänemaßnahme genutzt werden, um die Elektroautos über längere Zeiträume sicher zu lagern. Der Vorteil gegenüber den wassergefüllten Containern ist auf der einen Seite der günstigere Preis, aber vielmehr nimmt das Elektroauto keinen Schaden unter der Löschdecke. 

Löschdecke oder Brandbegrenzungsdecke?

Umgangssprachlich spricht man Decken, die zum Eindämmen / Begrenzen von Bränden verwendet werden, normalerweise von Löschdecken. Streng genommen werden aber mit den hier vorgestellten Decken die Brände von Elektroautos nicht gelöscht, sondern eingedämmt bzw. die weitere Ausbreitung der Brände verhindert. Entsprechend werden die Löschdecken offiziell auch als Brandbegrenzungsdecken bezeichnet und nicht als Löschdecken. Zum einfacheren Verständnis werden hier beide Begriffe allerdings synonym verwendet.

Selbst für Privatleute mögliche Erstmaßnahme

Löschdecken sind, wie oben beschrieben, gut geeignet, um einen E-Auto-Brand einzudämmen. In einer frühen Phase kann es daher sogar für Privatleute eine mögliche Erstmaßnahme sein. Besteht der Verdacht, dass der Akku eines Autos eine Gefahr darstellt, kann man eine Löschdecke über den Wagen ziehen und die Feuerwehr rufen, die sich dann um die professionelle Bekämpfung kümmert. Auch für Betreiber von Tiefgaragen und Parkhäusern kann eine solche Löschdecke Schäden am Gebäude / der Struktur verhindern, wenn diese vor Ort verfügbar sind, denn die neue Generation der Löschdecken ist nicht nur relativ leicht, sondern kann auch von Laien nach kurzer Einweisung über den Brandherd gezogen werden. Dabei gilt es immer zu beachten, dass man sich dabei niemals unnötig in Gefahr begeben sollte. 

Feuerlöscher nicht zum Löschen von Elektroautos geeignet

Entgegen zum Teil kursierender Informationen sind unserer Meinung nach Akku-Feuerlöscher zur Brandbekämpfung von Elektroautos nicht geeignet. Das Löschmittel, dass in den Feuerlöschern enthalten ist, hat aufgrund des geringen Volumens keinen Effekt. Zudem ist Akku im E-Auto von außerhalb nicht zu erreichen. Auch bringen sich die Personen aufgrund der Hitze- und Rauchentwicklung und des Risikos einer möglichen Verpuffung in große Gefahr. Gerät ein Elektroauto in Brand, sollte man auf Maßnahmen mit Brandbegrenzungsdecken etc. zurückgreifen oder - für Privatleute oftmals die beste Wahl - professionelle Hilfe anfordern und der Feuerwehr die Brandbekämpfung überlassen, die in der Regel die passende Ausrüstung dafür hat und entsprechend geschult ist. 

Nach dem Löschen: der sichere Abtransport des Elektroautos und Kühlung des Akkus

Mit dem Löschen des Elektroautos ist die Gefahr in der Regel noch nicht vollständig gebannt, denn ein Hochleistungsakku kann auch später wieder aufflammen. Daher gelten auch für den Abtransport besondere Sicherheitsmaßnahmen. Viele Feuerwehren oder spezielle Dienstleister greifen dann zu den oben schon beschriebenen Containern, in denen die kompletten Elektroautos versenkt werden. VLITEX hat jetzt mit dem Car Service Set eine zusätzliche Option, verunfallte Elektroautos auch auf klassischen Abschleppwagen zu transportieren, indem sie komplett in eine passende Löschdecke eingehüllt werden. 

Langfristige Kühlung der Li-Ionen-Akkus beim Löschen und danach

Durch die enorme thermische Energie in den Lithium-Batterien ist beim Löschen eine lang anhaltende Kühlung der Zellen oberstes Gebot – natürlich nachdem alle Sicherheitsabstände und notwendigen Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die elektrischen Anlagen eingehalten wurden. Sollte das Elektroauto beim Laden in Brand geraten sein – das Aufladen von Akkus ist immer ein kritischer Zeitpunkt, bei dem Gefahren entstehen können – muss natürlich vorher das Ladekabel entfernt werden, um dem Gesamtsystem nicht noch weitere elektrische Energie zuzuführen.

Lagerung von defekten Elektroautos in mit Wasser gefüllten Containern

Was sich auf den ersten Blick seltsam anhört, wird vielfach praktiziert: Nach dem ersten Löschen und der akuten Brandbekämpfung werden die Elektroautos in speziell präparierten Containern in einem Wasserbad über mehrere Tage gelagert. Dort kann dann die thermische Reaktion des Akkus vollständig gestoppt werden.

Sonderfall: E-Auto-Brände in Tiefgaragen oder Parkhäusern löschen

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos und Plugin-Hybriden zeigt sich noch ein ganz neues Problem: Wenn die Feuerwehr nicht direkt an ein brennendes Elektroauto heranfahren kann, sind mobile Löschmittel wie Löschdecken von zunehmend großer Bedeutung. In immer mehr Parkhäusern oder Tiefgaragen ist es daher bereits nicht mehr erlaubt, Elektroautos dort zu laden oder auch nur zu parken. 

Spezielle Löschdecken für Elektroautos bei Bränden in Tiefgaragen und Parkhäusern

Die mobil verwendbaren Löschdecken für E-Autos bieten bei den sonst kompliziert zu löschenden E-Auto-Bränden in Tiefgaragen und Parkhäusern eine optimale Möglichkeit, den Brand einzudämmen. Normale Löschfahrzeuge können zum Brandherd in solchen Situationen nicht vorfahren, aber die Löschdecke kann einfach von zwei Feuerwehrleuten zum Elektroauto transportiert und dort über den Brandherd gezogen werden. Unverzüglich wird ein weiteres Ausbreiten des Brandes unterbunden und die größte Gefahr ist gebannt, auch die Gebäudesubstanz wird vom Brand des E-Autos nicht gefährdet. 

Wenn der Brand gelöscht ist: Entsorgung von defekten Li-Ionen-Akkus

Nach dem Löschen des Brands muss die Lithiumbatterie aus dem Fahrzeug noch fachgerecht entsorgt werden. Hier sind für den Transport zum Entsorgungsunternehmen entsprechende Akku-Transportbehälter notwendig. Aufgrund der Größe der Akkus und des Zustands (die Akkus gelten als defekt und werden dem Recycling bzw. der Entsorgung zugeführt), können für diesen Zweck nur Transportbehälter der Verpackungsgruppe 1 genutzt werden.

Wie löscht man Plugin-Hybrid-Fahrzeuge und Wasserstoff-Autos?

Zu den oben ausgeführten Erläuterungen kann man festhalten, dass die Kapazität eines verbauten Akkus in direktem Zusammenhang mit der potenziellen Gefahr steht, denn je größer die in einem Akku gespeicherte Energie ist, desto größer sind auch die möglichen Konsequenzen bei einem Thermal Runway oder Akku-Brand. Das bedeutet aber nicht, dass Plugin-Hybrid-Fahrzeuge (PHEV) oder Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb von dieser Problematik nicht betroffen sind.

Plugin-Hybrid-Fahrzeuge löschen - Kombination aus Treibstoff- und Akku-Brand möglich

Gerät ein PHEV in Brand, hat man es im Zweifel mit zwei unterschiedlichen Brandursachen zu tun: Einerseits kann der Treibstoff brennen (Benzin / Diesel), sodass man dann zu den klassischen Löschmaßnahmen greifen kann. Häufig ist dann aber ebenso der Akku betroffen, sodass man spätestens nach dem Löschen des konventionellen Brands zu den Löschmaßnahmen für Akku-Brände greifen sollte - evtl. auch präventiv, um die Möglichkeit eines Akkubrands von vor hinein auszuschließen. Zwar sind die Li-Ionen-Akkus von PHEV wesentlich kleiner und weniger leistungsstark als die von vollelektrischen PKW, dennoch reicht auch diese Kapazität aus, um sehr große Schäden anzurichten. Aus der Sicht der Feuerwehren sind PHEV also aufgrund der Kombination aus Treibstoff- und Akkubrand eigentlich noch problematischer als rein elektrisch angetriebene PKW.

Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb - nur verhältnismäßig kleine Pufferbatterie an Bord

Im Unterschied zum Elektroauto oder PHEV haben KFZ mit Wasserstoffantrieb nur eine recht kleine Batterie an Bord, denn diese dient nur zum kurzzeitigen Zwischenspeichern von elektrischer Energie. Der eigentliche Energieträger ist der Wasserstoff, der während der Fahr in der Brennstoffzelle in elektrischen Strom umgewandelt wird und im Elektromotor dann für Vortrieb sorgt. Mit dieser vergleichsweise kleinen Pufferbatterie geht beim Wasserstoffauto davon nur eine untergeordnete Gefahr aus. Auch der mitgeführte Wasserstoff stellt durch die dort verwendeten Hochsicherheitstanks nur eine minimale Gefahr dar, denn selbst in extremen Situationen haben Crashtests gezeigt, dass der Wasserstoff nicht unkontrolliert austritt und es zu einer Entzündung kommt. Aus Sicht der Feuerwehren sind Wasserstoffantriebe daher die am einfachsten zu löschenden PKW.

E-Autos mit neuartigen LFP-Akkus - weniger brandgefährdet

Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP-Akkus) haben in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen, insbesondere wegen ihrer Sicherheitsmerkmale. Einer der Hauptgründe, warum LFP-Akkus als sicherer gelten, insbesondere in Bezug auf das Brandrisiko, liegt in ihrer chemischen Zusammensetzung und der thermischen Stabilität. Entsprechend werden sie auch zunehmend in E-Autos eingesetzt, so dass die Brandgefahr bei Akkus dieser Modelle gweniger hoch ist. 

Was ist der Unterschied zwischen LFP- und Lithium-Ionen-Akkus?

LFP-Akkus verwenden Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) als Kathodenmaterial. Diese Chemikalie ist thermisch stabiler als die in herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus verwendeten Materialien wie Lithium-Cobalt-Oxid (LiCoO2). Diese höhere thermische Stabilität bedeutet, dass LFP-Akkus weniger anfällig für Überhitzung sind und eine geringere Wahrscheinlichkeit haben, thermisches Durchgehen zu erleiden – einen Zustand, bei dem die Akkuzellen unkontrolliert Wärme erzeugen und dadurch ein Brandrisiko darstellen.

Geringere Energiedichte - Vorteil bei der Sicherheit, Nachteil bei der Reichweite

Darüber hinaus haben LFP-Akkus eine geringere Energiedichte als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Dies klingt zwar zunächst wie ein Nachteil, insbesondere bei der Verwendung in Elektroautos, trägt aber tatsächlich zur Sicherheit bei. Die niedrigere Energiedichte bedeutet, dass weniger Energie freigesetzt wird, falls es zu einer Beschädigung oder Fehlfunktion kommt, wodurch das Risiko einer schnellen Entflammung oder Explosion reduziert wird.

Längere Lebensdauer und viele Ladezyklen

Zusätzlich zeichnen sich LFP-Akkus durch eine höhere Anzahl von Ladezyklen und eine längere Lebensdauer aus, was sie langfristig wirtschaftlicher macht. Sie sind umweltfreundlicher, da sie kein Cobalt enthalten, ein Metall, das oft unter problematischen Bedingungen abgebaut wird.

Zunehmender Einsatz in Elektroautos

Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP-Akkus) werden auch in Elektroautos eingesetzt. In den letzten Jahren haben sie an Popularität in der Elektrofahrzeugindustrie gewonnen, vor allem aufgrund ihrer Sicherheitsvorteile, Langlebigkeit, aber auch aufgrund der geringeren Kosten. Viele Elektroautohersteller sehen die Vorteile von LFP-Akkus und integrieren sie zunehmend in ihre Fahrzeugmodelle, insbesondere für Modelle, die auf Effizienz und Sicherheit ausgelegt sind.

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